Titel:  Seed - Staffel 1
   Seed - Barkeeper. Bachelor. Babymacher.
Originaltitel:  Seed
Bild: Vorbemerkungen:
Die kanadische TV-Serie SEED wurde in Deutschland erstmalig auf Disney Channel am 07. Januar 2015 gestartet. In Kanada wurde die Teen-Komödie bereits für mehrere Preise wie den Canadian Screen Award und den Canadian Comedy Award nominiert.

Warum es bei dieser TV-Serie geht? Ein Samenspender, der plötzlich erleben muss, wie das Ergebnis seiner Spende vor seiner Türe steht und damit ihn in eine Vaterrolle zwingt, die er so nicht erwartet hatte. Und dabei drei Familien zusammenführt und durch seine Art und die Situation ziemlich durcheinanderwirbelt.

Eine zweite Staffel dieser TV-Serie ist bereits abgedreht und auch in Kanada bereits im TV angelaufen. Doch hier geht es erst einmal um die erste Staffel, die ab dem 27. Februar 2015 auf zwei DVDs im Handel verfügbar ist.
Kurzbeschreibung Inhalt (Pressetext):
Harry (Adam Korson) ist ein gutaussehender Junggeselle in den Dreißigern, von Beruf Barkeeper und chronisch pleite. Er hat weder einen Plan für sein Leben noch einen Sinn für Verantwortung. Um an Geld für die Miete zu kommen, hat er in der Vergangenheit schon viele verrückte Dinge getan. Als Samenspender in einer Fruchtbarkeitsklinik etwas dazuzuverdienen, gehörte noch zu seinen besseren Ideen – wie sich herausstellt, ist es auch die folgenreichste: Denn Harrys beschauliche Existenz wird plötzlich äußerst kompliziert, als der zehnjährige Billy (William Ainscough) vor seiner Tür steht und behauptet, sein Sohn zu sein. Als ob das nicht genug wäre, wird Harry kurz darauf mit seiner rebellischen 15-jährigen Tochter Anastasia (Abby Ross) konfrontiert. Sie und Billy haben den schlecht gesicherten Computer der Fruchtbarkeitsklinik gehackt und sind so an die Adresse ihres Erzeugers gelangt. Da beide Kinder ihn unbedingt kennenlernen wollen, bleibt Harry nichts anderes übrig, als seine neuen „Vaterpflichten“ zu akzeptieren. Auch für Billys und Anastasias Eltern, das lesbische Ehepaar Michelle (Amanda Brugel) und Zoey (Stephanie Mills), sowie Psychiaterin Janet (Laura de Carteret) und Anwalt Jonathan (Matt Baram) ist die Umstellung enorm: denn der stets etwas zu tiefenentspannte Harry repräsentiert so gar nicht die Werte, die sie dem Nachwuchs eigentlich vermitteln möchten. Nur ganz allmählich erkennen die Familien, dass Harry auf seine spezielle Art durchaus eine Bereicherung im stressigen Alltag sein kann. Komplettiert wird die traute Großfamilie von Harrys ebenso spitzzüngiger wie lebenskluger Arbeitgeberin Irene (Vanessa Matsui) und von Bibliothekarin Rose (Carrie-Lynn Neales), die sich als Erfüllungsgehilfen für ihren Kinderwunsch ausgerechnet ihre Busbekanntschaft Harry ausgesucht hat…

Was wir dazu meinen:
Zur Verfügung stand uns ein vorläufiges Rezensionsmuster im Format der DVD-Video auf zwei Disc, auf der sich alle Episoden der ersten Staffel befanden.
Die erste Überraschung war, dass sich neben der Variante Dolby-Digital 5.1 in deutsch und in englisch auch noch die Version in Dolby Digital 2.0 in deutsch befand.
Gut, die Erwartungshaltung bei diesem Thema war nicht sehr hoch, war es doch eine TV-Serie zu dem beliebten Thema Herz, Schmerz und als Zielgruppe insbesondere Jugendliche im Teenie-Alter. Das diese Serie im Vorabendprogramm bei Disney Channel erstmalig im deutschen Fernsehen lief. verstärkte dieses Gefühl sicher auch noch.
Wenn man aber die erste Episode startet und eigentlich schon in den ersten Minuten der 10-jährige Billy in ein Date reinplatzt und dem noch ahnungslosen Harry mit "Daddy" anredet, ist fast schon vorprogrammiert, wie es weitergeht. So glaubt man zumindest. Dann taucht auch noch die 15-jährige Anastasia auf als weiteres Ergebnis seiner Spenderfreudigkeit und wie es der Zufall will, wird auch eine zufällige Busbekanntschaft schwanger von ihm, obwohl vorher zu diesem Zweck geplante Date geplatzt war und sie in der Klinik entdeckt, woher ihre Samenspende stammt. Eigentlich viel zu viele Zufälle und natürlich sind viele Handlungsverläufe vorhersehbar und auch oft klischeebehaftet, aber es kommt soetwas wie ein gewisses Verlangen auf, zu sehen, wie es weitergeht.
Es ist sicher erlaubt, die Frage nach den zu vielen Zufällen zu stellen. Denn ausgerechnet die zwei Kids sollen den Hack des Computers vorgenommen haben und das völlig unabhängig voneinander und auch noch zeitgleich? Und wenn die Daten des Spenders auf dem Computer lagen, was macht dann rein zufällig die Spenderakte mit Bild in dem Raum, wo die künstliche Befruchtung der Busbekanntschaft vorgenommen wird? Aber gut, solche Ungereimtheiten sollen uns nicht weiter stören, denn die Produzenten und Drehbuchautoren dieser Serie werden sich wohl dabei etwas gedacht haben.
Harry als der "Samenspender" wird im Verlaufe der Zeit zu einem verbindenden Element und wirbelt dabei kräftig das Gefüge der Lebensgemeinschaften durcheinander und schafft es auf unkonventonelle Weise, auch zu einem ausgleichenden Element in der Kindererziehung zu werden.
Ach ja, Lügen sind erlaubt, wenn sie verifizierbar sind und wenn Billy eine seiner beiden Mütter fragt, ob er einen eigenen Bandwurm haben dürfe, wenn er ihn selbst ernähren würde, ist diese Komik auch schon wieder sehr ernst zu nehmen.
Insgesamt gesehen sind die jeweils etwa 20 Minuten langen Episoden gute Unterhaltung, wenn man seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt. Aber wer will schon immer anspruchsvolle Fernsehkost und genau für diese entspannten Momente passt es dann auch.
Bild und Ton:
Sowohl das Bild und auch der Ton sind in Ordnung und es bleibt zu erwähnen, dass insbesondere der deutsche 5.1 Dolby-Digital Ton noch lange nicht bei solchen Produktionen hier im deutschprachigen Raum zum Standard gehören. Normalerweise ist es so, dass lediglich die englischsprachige Originalversion mit dem 5.1 Ton ausgestattet ist, die hier auch vorhanden ist.
Bonusmaterial:
Zusätzliches Material steht auf der DVD-Veröffentlichung nicht zur Verfügung! Dreizehn Episoden auf zwei DVDs verteilt, so wie sie auch im TV gelaufen sind. Keine Outtakes, Interviews oder auch sonstige Besonderheiten.
Schade, da wäre sicher ohne großen Aufwand einiges möglich gewesen.
Rezension erstellt:
CD-Museum - 21.02.2015 (hb)
Unsere Bewertung:
Eine solide Produktion, die sich deutlich besser behaupten kann, als die sonst üblichen und bekannten Telenovelias, die als Appetithäppchen über den TV flimmern.
Filmstory
Gute Unterhaltung ohne Tiefgang
Bildqualität
Nicht brilliant, aber durchaus ansprechbar
Tonqualität
Erstaunlich gut für solche Produktionen
Ausstattung
Leider nur als Sparversion
Absolut positiv ist zu bewerten, dass der Ton neben dem 2-kanalogen Format in deutsch auch im 5.1-Format in deutsch und englisch verfügbar ist. Auch die vorhandenen Untertitel in deutsch gehören leider ja nicht mehr zum Standard einer DVD-Produktion.
Szenenbilder:
Bilder: © 2015 Entertainment One