Was aus einer Idee werden kann...

Wenn Erfindungen gemacht werden, wenn ein Mensch eine Idee zur Lösung eines Problems findet, wenn Wissenschaftler in den Laboren der Industrie oder an Universitäten neue Möglichkeiten finden, mit Maschinen und Werkstoffen etwas zu entwickeln, was es vorher nicht gab, ist hier oft der Grundstein für neue Möglichkeiten und Anwendungen gelegt.
So ist es auch im technologischen Bereich und so ist es auch mit eigentlich so einfachen Dingen wie Musik und Film. Ein Smartphone, das Streaming oder auch MP3, um nur einige zu nennen, würde es ohne die weltweite Grundlagenarbeit, die Zufälle bei der Forschung und eben die geschichtlich belegten Erfindungen nicht geben.

Auch bei der Technologie der CD-Familie spielen Erfindungen, Zufälle und Entwicklungsarbeit eine große Rolle. Wir haben daher versucht, einige dieser Faktoren in eine zeitliche Reihenfolge zu bringen. Mit der Zeit werden wir diese Übersicht ergänzen und auch noch die Feinarbeit vornehmen.

Nichts ist so, wie es scheint, könnte man auch hier sagen. Denn oft werden Erfindungen gemacht und Entwicklungen von Systemen in Richtungen vorgenommen, die zunächst keinen Sinn ergeben. Erst später einnert sich ein findiger Kopf an diese Idee und baut auf dem Wissen auf, um eine völlig andere Richtung einzuschlagen.
So ist es auch mit der Digitaltechnologie und so ist es auch mit der CD-Familie. Die nachstehende Tabelle hält einige Eckdaten zu relevanten Themen dieser Technologie fest.



Eine kleine Zeitreise beginnt...

wann was beteiligt Anmerkung
1841 Entwicklung eines frühen
Abtast-Theorems
Augustin-Louis Cauchy  
1877 Erfindung des Phonographen Thomas A. Edison Tonaufnahmen auf einemPatenterteilung auf seine Erfindung des Grammophons und der Schallplatte in Seitenschrift (Zinkblech, geätzte Rillen) Metallzylinder
1887 Erfindung der Schallplatte Emil Berliner  
1888 Erfindung der Schallplatte Emil Berliner Die erste Schallplatte hatte einen Durchmesser von 125mm und eine Spielzeit von etwa einer Minute.
1897 Herstellung der ersten Schellackplatte   Bestandteile sind Schellack                 , feines Gesteinsmehl aus dem Harz und Ruß als Färbemittel
1928 Kritischer Aufsatz mit dem
Beweis des Abtasttheorem
Harry Nyquist in "Telegraph Transmission
Theory
"
1933 Herstellung der ersten Stereo-Schallplatten EMI
Alan Blumlein
Erste Labor-Versuche
1937 Entwicklung der
Pulscodemodulation (PCM)
A. Reeves  
1937 Entwicklung einer elektro-
mechanischen Rechenmaschine
H. Aiken von Harvard der IBM unterbreitet
1948 Entwicklung des Transistors John Bardeen,
William Shockley und
Walter Brittan
bei Bell Laboratories
1948 veröffentlichte Arbeit über
Informationstheorie
Claude E. Shannon Hier wurde u.a. die Größe von Datenübertragungskanälen bemessen
1949 Entwicklung des
Mikrorillenverfahrens für LPs
Peter Goldmark  
1950 Veröffentlichter Aufsatz über
Fehlererkennungs- und
Korrekturcodes
Richard W. Hamming Ein weiterer Eckpfeiler der digitalen Datenverarbeitung
1951 Vorstellung der ersten Kunststoffplatte mit Mikrorillen und 33 ⅓ Umdrehungen/min   Auf der Funkausstellung in Düsseldorf
Parallel werden die entsprechenden Abspielgeräte mit drei Geschwindigkeiten und umschaltbaren Kristalltonabnehmer vorgestellt.
1952 Beschreibung eines Codier-
schemas mit minimaler
Redundanz
D.A. Huffman  
1953 Erfindung des Werkstoffes Macrolon bei Bayer Hermann Schnell Dieser Werkstoff ist das Granulat Polycarbonat und wird später für die Produktion der Compact Disc ausgewählt.
Natürlich ist das Granulat auch unter anderen Markenmnamen von anderen Herstellern verfügbar!
1958 Erfindung des Laser C.H. Townes und
A.L. Schawlow
 
1958 Entwicklung des ersten
Intregierten Schaltkreises
Jack S. Kilby bei Texas Instruments
1959 Veröffentlichung von
Fehlerkorrekturcodes
A. Hocquenghem  
1960 Korrekturcodes für binäre
Gruppen
R.C. Bose und
D.K. Ray-Chaudury
 
1960 Veröffentlichung eines
Fehlerkorrekturcodes
I.S. Reed und
G. Solomon
Dieser Korrekturcode wird später bei der Compact Disc verwendet
1960 Ein erstes funktionierendes
Modell eines Lasers wird
gezeigt
T.H. Mainan  
1961 Erste Versuche zur Bildaufzeichnung auf Platten Horst Söding bei der Grammophon, die 1971 durch Philips zur Laservisionsplatte weiterentwickelt wurde
1965 Die Massenherstellung von MusiCassetten wird gestartet Deutsche Grammophon  
1967 Demonstration eines digitalen
PCM-Audiorecorders mit
30-kHz-Abtastung und 12-Bit
Kompander
NHK Technical Research Institute hierbei Nutzung eines 1-Zoll-
Videorecorders mit
Spiralabtastung für das Speichermedium
1969 PCM-Recorder mit 47,25-kHz-Abtastung und einer 13-Bit-Quantisierung vorgestellt Sony Speicherung auf 2-Zoll-Videobändern
1969 Erste Idee einer Compact Disc des holländischen Physikers Klaas Compaan basierend auf der Entwicklung von Ingeneuren bei RCA, die eine preisgünstige Methode zur Produktion von Hologrammen entwickelt hatten
1970 Prototyp einer Glasplatte mit einer Reihe von 1 Quadratmillimeter großen Schwarzweißbildern, die auf einem Bildschirm projeziert werden konnten Klaas Compaan mit Piet Kramer bei Philips in Eindhoven
1971 Einführung hochintegrierter Schaltkreise Intel und andere wie z. B. der Mikroprozessor
1971 Erste digitale Audiogeräte und die digitale Verzögerungsschaltung (für Halleffekte etc.)   Einsatz in Aufnahmestudios
Juli 1972 Weiterentwicklung, wobei statt des eigentlichen Bildes das Videosignal aufgezeichnet wurde und hierbei für das analoge FM-Signal eine Spur unterschiedlicher Vertiefungen auf der Platte zu benutzen Klaas Compaan mit Piet Kramer Vorstellung eines Farbprototyps, der einen Laser zum lesen des Signals nutzte (bei Philips)
1973 Start der Aufnahmen von Masterbändern mit Digitalrecordern Nippon Columbia (Denon) und die BBC  
1973 Erste Überlegungen der Nutzung des neuen Laser-Disc-Systems für Audio-Anwendungen Philips-Ingeneure Der Philips-Direktor Lou Ottens drängte auf kompakte Abmessungen und nannte das Produkt "Compact Disc"
1974 Start der Arbeiten zur Nutzung von Audiodaten auf optischen Speicherplatten Philips Versuchslabor unter Einbeziehung der Audioabteilung
1976 Erste Experimente mit optischen Schallplatten größeren Formates Sony  
1977 Vorstellung von Prototypen digitaler Audioplatten Sony, Mitsubishi und Hitachi auf der Tokio Audio Fair
Sony zeigte eine 300mm digitale Platte mit einer Laufzeit von 150 Minuten.
1977 Entwicklung eines digitalen Audioprozessors JVC  
1978 Einführung des ersten Bildplattenspielers Philips  
1978 Markteinführung der Digitalprozessoren "Sony PCM-1600" und "Sony PCM-1" und Digitalrecorder mit stationären Köpfen für den Profi-Gebrauch Sony  
1978 Das "Compact-Disc-Projekt" wird zum weltweiten Standard vorgeschlagen Philips Auf der "Digital Audio Disc Convention" in Tokyo, Japan
1978 Erste Entscheidung zur CD-Produktion Philips-Management Die Philips-Tochter PolyGram wird beauftragt, ein geeignetes Trägermaterial zu entwickeln. Die Entscheidung fällt auf Polycarbonat
1979 Einführung der LaserVision   Auch bezeichnet als Bildplatte oder Videodisc
08. März 1979 Die Compact Disc wird als Prototyp in Europa den Fachjournalisten vorgestellt, danach auch in Japan Philips Der Durchmesser wurde auf 115 mm festgelegt mit einer Abtastung von innen nach außen mit einer Galliumarseni-Laserdiode und einer Spielzeit von 60 Minuten.
1979 Die Zusammenarbeit am Projekt Compact Disc wird von Matsushita (Panasonic) abgelehnt, aber Sony sagt zu Philips / Sony In der Folge die Abstimmung über die Standards und man einigt sich über die Quantisierung des Audiosignals mit 16-Bit, den Durchmesser von 120mm und die Gesamtspielzeit von 74 Minuten (Stichwort Beethovens Neunte Symphonie)
1979/1980 Entwicklung der Technologie der CD-Plattenfertigung PolyGram in Hannover Unter der technischen Gesamtleitung von Dr. Hermann R. Franz. Fertigungstechnik Dieter Soiné, Entwicklungstecnik Horst Söding. Basis sind eigene, bis auf 1961 zurückreichende Laborerfahrungen.
Juni 1980 Der Philips-Sony-CD-Standard als Audio-Version wird formell erklärt Philips / Sony  
1981 Der Standard "Compact Disc" wird akzeptiert und die Audio-Version im "Red Book" festgeschrieben Digital Audio Disc Committee Matsushita schließt sich diesem Standard an.
1981 Die Massenfertigung der Laserabtasteinheiten funktioniert Sharp Eine wesentliche Voraussetzung zur industriellen Fertigung entsprechender CD-Player
1981 Offizielle Beendigung der Zusammenarbeit von Philips und Sony Philips / Sony Sonderabsprache, das eigene Produkt dem ehemaligen Partner verfügbar zu machen, wenn dieser kein marktreifes Produkt fertigstellen könnte.
Diese Option wurde nicht genutzt, weil beide eigene Geräte fertiggestellt bekamen.
17. August 1982 Offizieller Start der CD-Fertigung bei der PolyGram in Hannover mit Pressevertretern PolyGram / Philips Der Aufbau der neuen CD-Fertigung erfolgte in nur 500 Tagen einschließlich der Entwicklung der erforderlichen Technologie.
Den Startknopf zum Start drückte Claudio Arau.
01. Oktober 1982 Markteinführung der Compact Disc in Japan   Philips ist mit dem Player "CD100" und Sony mit dem "CDP-101" am Start.
01. März 1983 Markteinführung der Compact Disc in Europa    
01.August 1983 Markteinführung der Compact Disc in den USA    
1983 Das Format CD-ROM wird vorgestellt Philips / Sony  
1984 Herstellung erster Exemplare von CD-ROM PolyGram Hannover  
1984 Die zweite Generation der CD-Player kommt in den Markt    
November 1984 Der erste portable CD-Player wird eingeführt Sony Es war das Modell D-50 von Sony.
Die Folgegenerationen erhalten bei Sony den Namen "Discman".
1985 Festlegung der Spezifikationen für die CD-ROM    
1985 Die dritte Generation von CD-Playern wird eingeführt    
1986 Einführung der LaserVison-ROM    
1987 Start der Entwicklung an dem System Photo-CD Scott A. Brownstein
Kodak
Im Entwicklungslabor der Eastman Kodak beginnt Brownstein mit Kollegen das Konzept Photo-CD zu realisieren und zur Marktreife zu entwickelm
11. März 1987 Pressekonferenz in Amsterdam zur CD-Video Philips / pdo Vorstellung der CD-Video für die Presse
August 1987 Vorstellung der CD-Video auf der Messe Consumer Electronic Show in Canada
CES: 21.-24.08.1987
Philips/PolyGram/pdo/Pioneer Die CD-Video im Format der CD (120mm) hat eine Kapazität von 20 Minuten Audio und 5 Minuten Video (PAL-Standard) bzw. 6 Minuten Video (NTSC-Standard)
analoges Video und digitaler Ton.
August 1987 Neben der CD-Video im Format 12cm wird auf der Messe IFA die goldfarbene Version mit 20cm und 30cm Durchmesser vorgestellt. (5", 8", 12")
IFA: 28.08.-06.09.1987
Philips/PolyGram/pdo/Pioneer Kapazität der 20cm-Disc mit 2x 20 Minuten Video und der 30cm-Disc mit 2x60 Minuten Video.
Später Umbenennung der großen Versionen auf LaserDisc (1991), da diese Formate doch wohl nicht so "compact" waren.
September 1987 Präsentation CD-Video in UK
Welcome to Tomorrow
London 02.09.1987
Philips/PolyGram Philips/PolyGram Media Launch CD-Video
Die CD-Video wird in UK den Medien vorgestellt.
HiFi Show Review: 19.-22.09.1987
September 1987 Präsentation der CD-Video auf der Meese in Tokyo 16.-20.09.1987 Philips/PolyGram Tokyo Audio Fair
1987 Einführung der CD-3" (CD-Single) und der 12cm-Maxi-Single   Die 3-Inch-CD und die 12cm-Version beinhalten maximal 20 Minuten Musik.
August 1988 Marktstart der Einführung des Formates CD-Video ist der 22.08.1988 Philips / Sony / Pioneer und weitere Markteinführung der goldenen CD-Video als Single (5"/12cm), EP (8"/20cm) und LP (12"/30cm).
1988 Der CD-R Write-Once-Standard wird eingeführt und die Entwicklung bespielbarer und löschbarer CDs angekündigt    
1989 Das Format CD-i wird verabschiedet Philips  
1989 Entwicklung eines organischen Farbstoffes, der im CLV-Verfahren spiralförmig wie eine CD beschrieben werden kann. Die Voraussetzungen für eine CD-R sind geschaffen. Taiyo Yuden
Japan
Dieser organische Farbstoff hat in Verbindung mit einer reflektierenden Goldschicht die gleichen Reflexionseigenschaften wie eine Compact Disc
1990 High-Capacity-Disc werden entwickelt PolyGram Hannover ein Vorläufer der DVD
1990 Kodak Photo-CD Kodak/Philips Kodak stellt erstmals die gemeinsam mit Philips entwickelte Photo-CD (PCD) vor.
Mai 1991 Sony kündigt das Format MiniDisc an Sony gleichzeitig erfolgt der Beginn der Lizenzvergabe
August 1991 Sony stellt erstmals funktionsfähige Protoypen des MD-Systems vor Sony Auf der Messe IFA in Berlin
10. Juni 1992 Europäisches MiniDisc Symposium in Salzburg Sony  
September 1992 Vorstellung der MiniDisc auf der Messe Photokina in Köln Sony Die Zielgruppe war die Ablösung der Compact Cassette durch einem Tonträger mit dem Komfort der CD.
Als Alternativformat stellet Philips die DCC (Digitale Compact Cassette) vor. Ein System, das nicht erfolgreich war.
1992 Einführung der Photo-CD (PCD) Kodak/Philips Zur Messe Photokina in Köln im September ist der offizielle Starttermin.
Dezember 1992 Einführung der MiniDisc (MD) in Europa Sony und Partner In Europa in Deutschland, Frankreich, Italien und England. Die Markteinführung in den restlichen Ländern Europas erfolgte im Frühjahr 1993.
1993 Das bei PolyGram Hannover entwickelte CD-Recycling-Verfahren wird patentiert PolyGram Hannover  
August 1995 Auf der Messe IFA in Berlin werden die beiden Standards "SD-CD" und "MMCD" als Lösung der Forderung eines auf CD basierenden Systems für 135 Minuten digitales Video vorgestellt. Time-Warner mit Toshiba
und
Philips/Sony
Die SD-CD (Super Density CD) von der Gruppe Time-Warner und Toshiba mit weiteren Firmen
-> SD Konsortium
und die MMCD (MultiMedia-CD) von der Gruppe Philips / Sony mit weiteren beteiligte Firmen.
Beide Systeme werden mit der Forderung eines gemeinsamen Systems abgewiesen.
05. September 1995 Der neue gemeinsame Standard DVD wird mit Presseerklärung aus Tokyo mitgeteilt. DVD-Konsortium Beide Gruppen einigen sich und entwickeln aus der SD-CD und der MMCD den Standard DVD.
DVD steht zunächst für "Digital Video Disc", wird dann aber auf "Digital Variable Disc" umbenannt. Als endgültiger Name wird dann aber "Digital Versatile Disc" festgelegt.
Februar 1996 Panasonic führt als erster Hersteller seinen DVD-Player in Europa ein Panasonic Panasonic berücksichtigte allerdings nicht die noch offene Frage des Tonstandards, der in Europa "MPEG-2 Multichannel" sein sollte.
1996 Herstellung der ersten DVD-Videos Warner / DADC / Sonopress / MPO Je nach Markt im TV-Standard NTSC oder PAL.
Die erste DVD-Video in Deutschland "Twelve Monkeys" führt fast zu einem Rechtsstreit mit Philips wegen des verwendeten Dolby-Tonstandards. Der Grund lag in der Entscheidung, für Europs den Dolby-Standard "Dolby Digital" (vormals AC-3) wegen Dolbys weltweiter marktbeherrschenden Stellung nicht einzusetzen.
August 1996 Festlegung des Tonstandards für DVD auf "MPEG-2 Multichannel" mit Auflagen
(gilt nur für Europa)
DVD-Konsortium
(Europa)
Philips sagte die Lieferung von Encodern für die Tonstudios zu und sichert zunächst kostenfreies Encoding zu.
Januar 1997 Der Tonstandard für Europa wird vom DVD-Konsortium mit 10:2 Stimmen entschieden: Gleichberechtigt sind neben dem PCM-Ton nun "Dolby Digital" und "MPEG-2 Multichannel" zu verwenden. DTS als Option ist möglich! DVD-Konsortium
(Europa)
Der DTS-Ton ist nur dann zulässig, wenn neben dem PCM-Ton zumindest einer der beiden Standards vorhanden ist: Dolby Digital oder MPEG-2 Multichannel.
Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Versorgung der Tonstudios mit Encodern von Philips nicht im erforderlichen Umfange erfolgt war.
2004 Das Format HD DVD wird von Toshiba entwickelt Toshiba und weitere Toshiba gründet mit den Partner die HD DVD Promotion Group
2004 Das Format Blu-ray wird entwickelt Sony und weitere Aus der Zusammenarbeit der Firmen wird die Blu-ray Association gegründet.
2006 Einführung der Blu-ray und der HD DVD   Auf der Messe IFA 2006 in Berlin ist der Startschuss für beide Systeme.
Januar 2008 Die Blu-ray ist Sieger im Formatstreit mit der HD DVD BD Accociation Zwei Tage vor der Messe CES in Las Vegas platzt die Bombe: Warner erklärt auf einer Pressekonferenz, nicht mehr das Format HD DVD zu bedienen. Damit ist die HD DVD eigentlich chancenlos
19. Februar 2008 Toshiba gibt bekannt, per Ende März 2008 alle weiteren Aktivitäten zur Einführung de HD DVD einzustellen. Toshiba Ausgelöst durch die Warner-Entscheidung kurz vor der CES 2008, nur noch das Format BD zu unterstützen, folgen in den Wochen danach weitere maßgebliche Studios dieser Entscheidung. Damit sah Toshiba das Projekt HD DVD als gescheitert.
Januar 2013 Das Format UHD-TV wird auf der Messe CES in Las Vegas präsentiert diverse TV-Hersteller UHD-TV (Ultra High Definition Television) ist der Standard für die 4K-Auflösung: 3.840x2.160 Pixel.
Januar 2013 Die Pure Audio Group wird auf der Messe Midem in Cannes (Frankreich) initiiert   Basis ist der gemeinsame Standard Blu-ray.
05. Juli 2013 konstituierende Sitzung der Interessensgemeinschaft Pure Audio Group in Berlin. Die Initiierung erfolgte auf der Messe Midem im Januar 2013. Eine Einigung erfolgte auf einen gemeinsamen Standard unter Berücksichtigung der Einhaltung aller Spezifikationen der Blu-ray. u.a. MSM-Studios / arvato / MPO / Sony-DADC 22 Unternehmen waren zu dieser Sitzung anwesendend und aktuell haben 42 Firmen der Gründung der Pure Audio Group zugestimmt. Weitere 46 Firmen sind daran interessiert, in der Non Profit-Interessengemeinschaft mitzuwirken.
Die Pure Audio Group wird als eingetragener Verein agieren.
29. Juli 2013 Zusammenarbeit zur Entwicklung von Optical Disc mit einer Kapazität von mindestens 300GB bis Ende 2015 verabredet. Sony/Panasonic Sony und Panasonic unterzeichnen eine entsprechende Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf Basis bereits heute vorhandener Technologien beider Unternehmen.
10. März 2014 Erste Informationen zur "Archival Disc" werden mitgeteilt Sony/Panasonic Auf Basis der Technologie zur Blu-ray wird in 2015 die erste Version mit 300GByte Kapazität verfügbar sein. Eine Disc mit doppelseitiger Nutzung und derzeit 3 Layern je Seite, die jweils 50 GB fassen.
Dieser Standard wird künftig auf 500 GB bis zu 1.000 GB ausgebaut.
06. Januar 2015 Präsentation der neuen Ultra HD Blu-ray Blu-ray Disc Association (BDA) Aus Anlass der Messe CES in Las Vegas stellt die BDA die neue Generation der hochauflösenden Blu-ray vor, die Ultra HD Blu-ray.
Die genauen Spezifikationen sollen bis Mitte 2015 feststehen. Bisher bekannt ist die Auflösung von 3.840x2.160 Pixel und die Verwendung des neuen H.265 / HEVC-Codec.
16. Januar 2015 Gründung der UHD Alliance div. Hersteller, Studios und TV-Sender Parallel zur Messe CES in Las Vegas wird die UHD Alliance gegründet, um hier gemeinsame Standards zu entwickeln. Die ersten Firmen sind Panasonic, LG, Dolby, Samsung, Sharp, Sony, Disney, Fox, Warner, DIRECTV, Netflix.
08. April 2016 Einführung der UHD Blu-ray in Europa Hardware und Software Die beiden ersten UHD BD-Player wurden von Panasonic und Samsung vermarktet.
01. Mai 2016 Lizensierung Trible-Layer UHD BD Sonopress / UHD Alliance Das Presswerk Sonopress (Bertelsmann-Gruppe) wird weltweit als erstes Werk für die Herstellung der dreilagigen UHD-BD (Triple-Layer) von der UHD-Alliance lizensiert.

Diese Zeittafel wird noch ergänzt und Details nachgearbeitet! Auch eventuelle Ungenauigkeiten werden nochmals überprüft. Eine Garantie für diese Inhalte kann allerdings nicht gegeben werden.

Die hier tabellarisch dargestellten Daten stammen aus eigenen Unterlagen, bzw. aus Materialien der Firmen, die hier beteiligt sind. Ergänzende Hinweise sind jederzeit willkommen und auch entsprechende Hinweise auf mögliche Fehler.